La doppia deportazione
Montenegrinische Deportierte: Vom Lager auf Ponza in die deutschen Konzentrationslager
Die Rekonstruktion des Weges während der Gefangenschaft und der “zweifachen Deportation” einiger montenegrinischer Zivilisten über die Konzentrationslager Ponza, Renicci, Nürnberg, Flossenbürg, Buchenwald und Dora beruht weitgehend auf dem 2008 veröffentlichten Zeitzeugenbericht von Branko Petričević1, ergänzt durch die knapperen, 1946 aufgenommenen Aussagen von Milorad Petrović2.
Branko Petričević wurde am 2. Juni 1913 in Podgorica in Montenegro geboren3. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Podgorica, nahm er in Belgrad ein Jurastudium auf, das er 1939 abschloss. An die Studienzeit erinnert Petričević: “Vor Kriegsbeginn gehörte ich einer progressiven Studentengruppe an und nahm mit ihr an zahlreichen Demonstrationen teil, auf denen ich zweimal festgenommen wurde”. Im Anschluss an das Studium arbeitete er als Angestellter bei der Post.
Nach dem Wehrdienst als Reserveoffizier in Belgrad wurde Petričević bei Kriegsausbruch (April 1941) als Kommandant einer motorisierten Einheit nach Kragujevac entsandt. Anschließend wurde er nach Sarajevo versetzt und “als die Deutschen kamen, wurden wir in der Kaserne nahe des Bahnhofs eingesperrt, aus der es mir am Abend des 17. oder 18. April 1941 zu entfliehen gelang”.
“Die Sache ging jedoch ganz anders aus”, so Petričević: “Am 9. Dezember 1941 wurde ich verhaftet und in der “Kuća Rogosić“ eingesperrt. Ich verbrachte zwei Tage im Gefängnis und wurde dann freigelassen. Nur im Nachhinein wurde mir dann Strategie klar: Sie wollten uns folgen, um zu sehen mit wem wir Umgang hatten und dadurch weitere Widerstandskämpfer ergreifen zu können.” Und in der Tat wurde Petričević erneut verhaftet und in der ehemaligen Strafanstalt von Podgorica eingesperrt. Diesmal dauerte die Haft allerdings bis Kriegsende.
März 1942 wurde Petričević mit weiteren 200 bis 300 Häftlingen in das Gefängnis von Neapel geführt, das – wie er nicht ohne ein bisschen Stolz anmerkt – “nach dem amerikanischen Modell Sing Sing erbaut worden war. Wir wurden ständig von den Wärtern durch das Guckloch in der Tür überwacht. Durch das Fenstergitter konnten wir einen ein Stückchen vom Himmel sehen. Aus Neapel wurden wir aber recht bald auf die Insel Ponza gebracht”.
Im Sommer 1941 beschloss das Innenministerium die ehemalige Strafkolonie Ponza in ein Konzentrationslager zu umzuwandeln, in dem ca. 800 aus den besetzten Gebieten Jugoslawiens deportierte Zivilisten untergebracht werden konnten. Der erste aus 178 Männern und 15 Frauen bestehende Transport traf am 5. März 1942 auf Ponza ein. Am 24. März kamen weitere 112 Männer und 24 Frauen auf die Insel. Im Juni kam noch eine Gruppe ethnischer Serben aus dem Kosovo, als sogenannte “unerwünschte Intellektuelle” aus zwei Konzentrationslagern in Albanien dazu. Die höchste Zahl an Häftlingen erreichte Ponza im Juli 1943 mit 708 Personen5.
Branko Petričević erinnert sich, die Zahlen übertreibend: “Meinen Berechnungen zufolge gab es in Ponza circa 1.000 Internierte, fast alle aus Montenegro und Metochien, eine den Serben heilige Region des Kosovos. Die Tore der Lager wurden bei Sonnenaufgang geöffnet und bei Sonnenuntergang wieder geschlossen. Tagsüber konnten sich die Häftlinge frei auf der Insel bewegen. Diejenigen, die von zu Hause Päckchen mit Bargeld erhielten, konnten sich in die Bars setzen, während sich diejenigen, die kein Geld hatten, ziellos herumtrieben. Wir haben uns öfters betrunken und die Internationale angestimmt. Die Carabinieri sagten uns nur: ‘Ich bitte Sie nicht zu singen’. Die Betrunkenen wurden ohne Anwendung von Gewalt ins Lager zurückbegleitet. Ich habe später in den deutschen Lagern oft an die Zeit auf Ponza zurückgedacht. Wir hatten ausreichend Freiheit, um kein Heimweh zu bekommen. In den 16 Monaten auf Ponza sind genau zwei Personen gestorben, und zwar eines natürlichen Todes.
Unsere einzige politische Tätigkeit bestand darin, die Propaganda der Nationalisten einzudämmen und mit Nationalisten meine ich all jene Antikommunisten, die eigentlich unpolitisch waren und in Wirklichkeit nichts Schlimmes taten; weder jemanden misshandelten noch mit den Deutschen oder mit den Italienern kollaborierten. Doch aufgrund der Bezeichnung ‚Nationalisten‘ bekamen sie bei Heimkehr nach Jugoslawien ernsten Ärger.”
Von Ponza nach Renicci
Mit dem Sturz Mussolinis begann man des Konzentrationslagers Ponza zu räumen6. Petričević erinnert sich: “Anfang September wurden wir gruppenweise nach Mittelitalien überstellt. Die erste Gruppe, der auch ich angehörte, wurde mit dem Zug in das Konzentrationslager Renicci transportiert. Am 8. September, am Tag der Kapitulation, waren wir gerade auf der Durchreise in Rom. In Renicci haben wir uns unter der Führung von Pavle Kadović politisch organisiert: Er war seit 1932 Mitglied der Kommunistischen Partei und bereits auf Ponza aktiv gewesen”.
Aus den verschiedenen Berichten und Recherchen zu jenen Ereignissen7 geht hervor, dass sich eine Flut an Häftlinge ins Land rund um Anghiari ergoss, manche (die Slowenen) versuchten Richtung Norden stromaufwärts den Tiber entlang weiterzukommen, andere ostwärts in Richtung Adria entlang der Apennin-Eisenbahnstrecke, die Anghiari mit Fossato di Vico verband.
“Ich war in der Gruppe mit Veljko und Milorad Petrović, Vojslav und Branko Novaković, Milivoj Vukičević, Cvetko Mišolić, Todor Marinković, Đorđe Vukičević und anderen, die zu uns stießen. Wir erreichten Fossato von Süden. Ein Italiener mittleren Alters, ein Kommunist, kam uns entgegen. Er riet, uns noch weiter nach Süden zu gehen, wo die Partisanen waren. Wir hatten Hunger und waren erschöpft. Er ließ uns im Erdgeschoss eines kleinen Hauses mit einem ummauerten Innenhof ausruhen. Die Hausbewohner waren sehr freundlich zu uns. Sie gaben uns einen Teller Nudeln und Wein. Wir unterhielten uns ein bisschen und beschlossen, den Weg wiederaufzunehmen. Aber die faschistische Miliz hatte inzwischen das Haus umstellt. Wir wurden festgenommen und den sich auf der Durchreise in der Stadt befindlichen Deutschen ausgeliefert, die uns zurück nach Renicci brachten”.
Von Renicci ins Stammlager Nürnberg und weiter ins Konzentrationslager Flossenbürg
“Am Tag darauf ließen sie uns auf offene Güterwaggons steigen und transportierten uns nach Deutschland8. Die Deutschen hatten wahrscheinlich keine vollständigen Informationen über uns und sperrten uns vorerst in einem Kriegsgefangenenlager in Nürnberg ein. Wir waren ausschließlich Jugoslawen, circa 700.”
“ Die Hölle begann bereits am Bahnhof Flossenbürg. Es erwartete uns die SS, die uns an Händen und Füßen aus dem Zug herunterzogen und dabei verprügelten. Der Bahnhof ist zwei, drei Kilometer vom Lager entfernt und, um es zu erreichen, musste man durch das Dorf, wo uns die Einwohner beschimpften. In Flossenbürg wurden uns die Haare geschoren. Die SS-Ärzte kreisten musterten uns und teilten uns nach körperlicher Verfassung auf. Ich war in einem guten Zustand, da ich in Italien, zusätzlich zum Essen des Lagers, auch Päckchen von meiner Mutter aus Montenegro bekommen hatte. Sie fragten mich nach meinem Beruf und ich antwortete, dass ich Angestellter bei der Post sei.”
Von Flossenbürg nach Buchenwald
Sowohl Petričević als auch Petrović spielen auf das kommunistische Geheimkomitee in Buchenwald an, das in die Lagerverwaltung eingebunden war und de facto über das Schicksal vieler Deportierter mitentscheiden konnte.
Milorad Petrović behauptet, dass von den ca. 450 mit ihm nach Dora-Mittelbau geschickten Häftlinge nur 40-50 überlebten. Petričević fährt fort: “Die Internierten nannten das Lager Dora schlicht “Todeslager”. Seit Ende Oktober 1943 grub man Stollen und unterirdische Räume. Man arbeitete ununterbrochen in 12-Stunden Schichten. Von Oktober 1944 bis Frühjahr 1945 befand sich das gesamte Lager unter der Erde. Man arbeitete sowohl an der Aushebung weiterer von Stollen und Untertagverlagerungen, als auch in den Junkers Werken, wo Flugzeuge und V2 Raketen produziert wurden. Die Sterblichkeitsrate war sehr, sehr hoch. In den Stollen, in denen wir schliefen, gab es keine Belüftung und der bei jeder Minenexplosion entstandener Staub raubte uns die Luft. Den Berechnungen der ehemaligen Häftlinge nach, überlebte man im Durchschnitt zwei Monate. Beweis dafür ist, dass jede Woche neue Transporte mit 500 Häftlingen eintrafen, die die Toten ersetzten. Am schlimmsten erging es den Russen, dann uns Jugoslawen aus dem Montenegro und Dalmatien. Wir hielten es allerdings länger als die Belgier und Franzosen aus, wahrscheinlich weil wir aus Gegenden kamen, in denen die moderne Medizin noch nicht so verbreitet war und diejenigen, unter den dortigen Klimabedingungen überlebten, waren offensichtlich die robusteren, – eine Form natürlicher Selektion.
Im Frühling war das unterirdische Lager fertig. Am Eingang wurden die letzten Baracken gebaut. Und wir sahen wieder das Tageslicht. Das war für uns ein Hoffnungszeichen. Wir wurden geschoren und man ließ uns in einer mit Desinfektionsmittel gefüllten Wanne waschen. Das Gedränge in der Wanne kostete einigen Leuten das Leben. Andere erkrankten sofort danach an Lungenentzündung, weil man uns, sobald wir aus der Wanne gestiegen waren, die in der Zwischenzeit zwecks Desinfektion gekochten Kleider anziehen ließ, und diese noch klatschnass waren.
Die Räumung Doras begann im April 1945 und wurde gruppenweise durchgeführt. Man zwang uns – mich, Veljko Petrović, Milivoje Vukičević und zwei oder drei Slowenen – in die Waggons einzusteigen, gab uns dabei ein Stück Brot und eine Konserve für die Reise. Die Deutschen hielten den Transport einmal am Tag an, um Wasser zu tanken. Wir nutzten den Halt, um unsere Notdurft zu verrichten und um zu trinken. Die Waggons waren dermaßen überfüllt, dass diejenigen, die sich hinhockten, zu Tode getrampelt wurden. Wir konnten uns nur deshalb retten, weil wir in einer Ecke standen und es uns gelang, die Hand so nach außen auszustrecken, dass wir etwas frische Luft auf uns lenken konnten.
Thomas Porena (2018)
In Wirklichkeit sind nicht alle nach Dora und Laura geschickt worden. Einige blieben in Buchenwald, andere wurden in das Nebenlager Weirnigerode verlegt, wo die Haftbedingungen etwas besser waren.. Vgl. Milorad Petrović AJ 110-584-634.
Die Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet, Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
Die Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet, Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
Die Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet, Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Die Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet, Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.